In Zeiten von zunehmender Arbeitsverdichtung sind effektive und moderne Methoden der Wissensvermittlung in der Pflege von großem Interesse. Das aus England stammende Konzept der „One Minute Wonder“ (OMW) nutzt regelmäßig wiederkehrende Wartezeiten innerhalb der Arbeitszeit. Diese entstehen z. B. während der Blutgasanalyse auf der Intensivstation. Hier kann Wissen mittels fokussierter Lerntafeln vermittelt werden.

Deren Inhalt sollte in etwa einer Minute aufgenommen werden können. Die Ideen sollten, sofern möglich, von den Pflegenden kommen - aus der Praxis für die Praxis.

Entstehung der OMWs am HDZ NRW

Evaluation an der Hochschule Osnabrück (v.l.): Sebastian Clausing, Anya Benedix, Lars Krüger und Steffen Marzinzik.

 
Im Frühjahr 2016 wurden die One Minute Wonder im HDZ NRW auf einer Intensivstation der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie das erste Mal eingesetzt. Eine abteilungsinterne Evaluation im Herbst 2016, mit Unterstützung von Studierenden der Hochschule Osnabrück, lieferte erste Daten zu der Methode. Das Ergebnis war beeindruckend: 44% der Befragten erinnerten sich in der Praxis an die Inhalte eines OMW. Dieselbe Menge gab auch an, dass ihnen diese Inhalte für ihr pflegerisches Handeln geholfen haben. Daraufhin wurde im Frühjahr 2017 ein hausinternes OMW-Netzwerk für alle Intensivstationen aufgebaut. Dieses wird stetig erweitert und von zwei OMW-Beauftragen pro Abteilung betreut.

Um das Konzept bekannter zu machen und auszuweiten, strebt das HDZ NRW nun einen Ideenaustausch mit interessierten Pflegenden aus anderen Kliniken an.

Sie haben Interesse? Dann sprechen Sie uns an. Gerne stellen wir Ihnen unsere bisherigen Lerntafeln zur Verfügung oder lassen uns von Ihren Ideen inspirieren.